Vereinsgeschichte
Es war einmal...
Der DCM (unser alter Name: DOS-Computerclub Moormerland) entstand 1989 aus einer losen Verbindung von einigen „Computerintessierten“, welche alle mehr oder weniger Probleme mit dem Medium "Computer" hatten. Man traf sich hier und da, und weil keine geeigneten Räume zur Verfügung standen, fanden sich immer einige Leute am Donnerstagabend in Warsingsfehn bei der Firma Helmut Fokken (Computerfachhändler) ein, um Probleme zu erörtern und sich zu informieren. Gerade diese Möglichkeit hat uns neue Mitglieder beschert und die Öffentlichkeit wurde nach einer Ausstellung im Hause Fokken, woran auch der Club teilnahm, auf uns aufmerksam.
Der damalige Schatzmeister des Vereins hatte viel dazu beigetragen, dass dann im Anfang 1990 die Räume in der Raiffeisenbank Warsingsfehn genutzt werden konnten. Hier gilt unser besonderer Dank den beiden "Müllers" - Herrn Klaas Müller und Herrn Harm Müller, Direktoren der Bank - denen es letztlich zu verdanken ist, dass der Verein mit bescheidenen Mitteln doch einiges auf die Beine stellen konnte.
In Eigenleistung wurden (noch vor Vereinsgründung) die Räume ausgestattet, Tische zusammengeschweißt und Bestandteile aus Sperrmüll zusammengesucht und repariert. Da noch kein Verein gegründet war, und sich der DOS-Club auch bisher noch nicht als solcher verstand, kaufte man die Rechner auf Kredit. Es bürgten die 3 Gründer.
Nach der Eintragung in das Vereinsregister, stiftete die Firma HP-Eletronic (Heinz Ewald Poppinga) einen AT und die Firma Helmut Fokken einen Drucker.
Damit standen dem Verein in den neuen Räumen 4 Rechner und ein Drucker zur Verfügung. Es waren überwiegend XTs. Ein AT war damals kaum zu bezahlen.
Im Aufenthaltsraum und im Flur befanden sich noch Möbel der Raiffeisenbank, welche wir ebenfalls nutzen konnten. In den folgenden Monaten (April bis Juli 1990) wurden diverse Einsteigerkurse im Betriebssystem DOS angeboten und fanden auch großen Anklang. Es verlief kein Abend, an dem sich nicht irgend jemand in den Vereinsräumen befand. Die Folge war, dass alle XTs über kurz oder lang verkauft wurden und wir uns mit AT's (286ern) eindeckten, welche noch bis 1992 bei Schulungen ihren Dienst taten.
Es war der 3. März 1990, als sich ca. 30 Personen in der Gaststätte "Mittelpunkt" in Warsingsfehn zu einer Versammlung zum Zweck der Vereinsgründung trafen. Wochenlang wurde abends über der Satzung des zu gründenden Vereins gebrütet. Zigmal verwarf man die Fassungen wieder. Juristen wurden herangezogen und irgendwann kam ein - nach unserer Meinung - geeignetes Exemplar dabei heraus. Die Satzung musste jedoch wegen vieler Formfehler in der Jahreshauptversammlung 1992 fast komplett geändert werden. Ein großer Verein benötigt eben eine fundierte Grundlage.
Durch die Teilnahme an Messen, Hobbyveranstaltungen usw. rückten wir immer mehr ins Licht der Öffentlichkeit und die Mitgliederzahl wuchs. Die Folge war, dass die Räumlichkeiten in Warsingsfehn zu klein wurden. Die Nachfrage nach Kursen und Seminaren nahm zu, und wir mussten aus Platzgründen Absagen erteilen.
Die Bemühungen des Vorstandes, geeignete Räume in Moormerland zu finden, brachten nicht den gewünschten Erfolg, da das Angebot fehlte. Irgendwie saß uns die Zeit im Nacken, da der Neubau der Raiffeisenbank in Angriff genommen werden sollte und das Gebäude, das der Verein nutzte, im Laufe des Jahres 1993 zum Verkauf anstand.
Wieder griff die Raiffeisenbank ein und bot uns Räume in Hesel, die bisher von einer Softwarefirma genutzt wurden, zur Miete an. Hier befindet sich der Verein noch heute
Im Januar 1994 wurde dem DCM die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Mit dem Standortwechsel und den neu aufkommenden Betriebssystemen wurde über eine Umbenennung des Vereins nachgedacht. Am 4. März 1995 fand die jährliche Hauptversammlung wieder in der Gaststätte "Mittelpunkt" statt. Unter der Bedingung, dass der Verein die Gemeinnützigkeit behalte, wurde der DCM mit klarer Mehrheit in "Computer Club Ostfriesland" geändert.
Etwa zur gleichen Zeit gab es erste Überlegungen, den CCO an das Internet anzuschließen. Schnell war klar, dass eine dauerhafte Verbindung nicht finanzierbar war. Erschwerend kam hinzu, dass sich der nächste Provider mit Anschlusspunkt in Oldenburg befand. In nächtelanger Arbeit installierten Carsten Janssen und Holger Leerhoff (unsere damaligen Vorsitzenden) den ersten Linux-Server "Phoenix". Mit diesem Server konnte jedes Clubmitglied erstmals Emails durch das Internet schicken und sich an Diskussionen im Usenet beteiligen. Dieses beliebte System leistete seinen Dienst bis Anfang 1998 nahezu problemlos. Der bisherige Anschluss an das Fido-Net über die Club-Mailbox wurde zeitgleich eingestellt.1997 wurde ein weiterer Linux-Server aufgestellt. Die "Pandora" (der Name des Servers) war fortan zu den Öffnungszeiten mit dem Internet verbunden, so dass Mitglieder an allen Vereinscomputern im Internet surfen konnten. Mit diesem Schritt konnten wir erstmals auch Internet-Schulungen anbieten. 1998 kam eine eigene Domain "cco-online.de" hinzu und jedes Mitglied konnte eine neue Email-Adresse beantragen.
In den Folgejahren mauserte sich der CCO zu einem der größten Vereine seiner Art im norddeutschen Raum. Nicht zuletzt die Schulungseinrichtung CTA trug dazu bei, den "Club" weit über die Grenzen Hesels bekannt zu machen. Eine Veränderung der Vereinsstruktur beschloss die Mitgliederversammlung im März 1999: Der 15 köpfige Vorstand wurde verringert auf 1. Vorsitzenden, 2.Vorsitzenden, Kassenwart, Protokollführer, stellvertr. Kassenwart, stellvertr. Protokollführer und einen Beisitzer. Team- und Gruppenleiter unterstützten jetzt den Vorstand in seiner Arbeit. Seit dieser Zeit bildeten sich mehrere Gruppen mit den verschiedensten Interessengebieten. Zu nennen wären da die Seniorengruppe, die Linuxgruppe, die Anwendergruppe, die Jugendgruppe, die Mikrocontrollergruppe und seit 2001 die Videfogruppe.
Im Jahre 2000 konnte der CCO seinen 10. Geburtstag feiern. Viele Gemeindemitglieder aus der Region, Vereine und Gewerbetreibende ließen es sich nicht nehmen, zum Jubiläum zu gratulieren. Mit von der Partie waren die meisten der Gründungsmitglieder. Nur wenige hatten ihrem alten DOS-Club den Rücken gekehrt. Der "Computer Club Ostfriesland" startete mit über 600 Mitgliedern ins neue Jahrtausend.
Der neue Schulungsraum, das Konferenzzimmer und der Serverraum wurden im darauf folgenden Jahr fertiggestellt. Jetzt heißt es im Jahr 2002 "in die Hände spucken". Die oberen Räume müssen renoviert werden und die Technik ist auf den neuesten Stand zu bringen. Wir sind zuversichtlich, dass zum Tag der offenen Tür im Sommer alles fertig sein wird.